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Dienstag, 26 November 2019 00:53

Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

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Zeit: 25.11.2019, 04.56 Uhr festgestellt
Ort: Dresden-Altstadt


Stand: 03.12.2019, 09:02 Uhr
  • Tatablauf nachgestellt
  • Hochschule Mittweida analysiert Videomaterial
  • Bisher 516 Hinweise eingegangen
Staatsanwaltschaft und Polizei haben am 02.12.2019 den Ablauf des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe nachgestellt. Zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag überwanden Fahnder die äußere Sicherung, um bis an das Fenster zu gelangen. Gleichzeitig prüften Staatsanwaltschaft und Polizei die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums bei dem nachgestellten Einbruch.

Für die Aufklärung des Falles nutzt die Sonderkommission auch externen Sachverstand der Hochschule Mittweida. Experten sollen insbesondere das umfangreiche Videomaterial analysieren und durch technische Lösungen dessen Qualität verbessern. Davon erhoffen sich die Ermittler neue Fahndungsansätze.

Der am 01.12.2019 erfolgte Fahndungsaufruf innerhalb der Sendung „Kripo Live“ erbrachte weitere Hinweise. Bislang sind insgesamt 516 Hinweise eingegangen, davon 160 über das geschaltete Hinweisportal.

Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa: „Neue Hinweise können mitunter eine sehr schnelle Reaktion der Ermittler erfordern. Plötzliche Exekutivmaßnahmen wie Durchsuchungen und Vernehmungen sind daher jederzeit möglich. Die Ermittlungen sind allerdings inzwischen in einem Stadium, dass die Veröffentlichung einzelner Ermittlungsmaßnahmen den Erfolg des gesamten Verfahrens gefährden könnte. Aus diesem Grund sind genauere Angaben zu erfolgten oder aktuell geplanten Exekutivmaßnahmen derzeit nicht möglich. Bislang besteht kein dringender Tatverdacht gegen eine konkrete Person. Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen."




Stand: 28.11.2019, 15:24 Uhr

Belohung ausgelobt
  • 500.000 Euro ausgelobt
  • Sonderkommission "Epaulette" aufgestockt
  • OK-Abteilung der Staatsanwaltschaft Dresden übernimmt weitere Ermittlungen
Die zur Aufklärung des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe eingerichtete Sonderkommission „Epaulette“ ist nunmehr auf insgesamt 40 Mitarbeiter aufgestockt worden. Die Leitung der weiteren Ermittlungen in diesem Fall hat die Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden übernommen; derzeit sind drei Staatsanwälte schwerpunktmäßig mit der Bearbeitung des Gesamtkomplexes betraut. Mit diesen Entscheidungen sollen die umfangreichen aktuellen Ermittlungen weiter zügig vorangetrieben werden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter oder zum Auffinden des Diebesgutes führen, hat die Polizei im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft eine Belohnung* in Höhe von 500.000 Euro ausgesetzt.

Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp: „Mit der Auslobung von einer halben Million Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die am Montag in das Grüne Gewölbe in Dresden einbrachen, unternehmen die Ermittlungsbehörden einen weiteren wichtigen Schritt, den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat und allen interessierten Besucherinnen und Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen.“

*Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Personen, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Sollten mehrere Hinweise zur Täterermittlung beitragen, wird der Betrag unter den Hinweisgebern nach Maßgabe der Bedeutung des Hinweises aufgeteilt. (ml)




Stand: 27.11.2019, 13:24 Uhr
  • Polizei geht von vier Tätern aus
  • Videoaufzeichnungen werden ausgewertet

Im Zuge der Ermittlungen der Sonderkommission „Epaulette“ verdichten sich die Hinweise, dass vier Täter am Einbruch beteiligt waren. Dies geht aus der Auswertung von vorliegendem Videomaterial hervor.

Die Tatortarbeit gestaltet sich sehr aufwendig. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass die Einbrecher einen Pulverlöscher am Tatort entleerten, um Spuren zu verwischen.

Bislang sind bei der Sonderkommission insgesamt 205 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese werden ausgewertet und priorisiert abgearbeitet.

Im Rahmen der laufenden Ermittlungen werten die Kriminalisten aktuell auch Aufnahmen verschiedenerer Überwachungskameras aus. (ml)




Fluchtfahrzeug | Hinweisportal

Stand: 26.11.2019, 14:21 Uhr
  • Tatortarbeit fortgesetzt
  • Fluchtfahrzeug bestätigt
  • Hinweisportal geschaltet

Nach dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in der Landeshauptstadt Dresden hat die 20-köpfige Sonderkommission „Epaulette“, unter Leitung des Kriminalrates Olaf Richter (51) in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Dresden die Untersuchungen in dem Fall weiter vorangetrieben.

Im Zuge der Ermittlungen hat sich der Hinweis bestätigt, wonach die Täter mit einem Audi A6 vom Tatort flüchteten und diesen kurze Zeit später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand setzten. So fanden die Ermittler Spuren vom Tatort im Wrack des Fahrzeuges. Damit ist auch die Tiefgarage ein Tatort und wurde vorübergehend abgesperrt. Vor diesem Hintergrund werden Kriminalisten auch Befragungen im Umfeld durchführen.

Weiterhin gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand des Stromverteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke mit dem Einbruch in Verbindung steht. Der Verteilerkasten ist vorsätzlich in Brand gesetzt worden, woraufhin die Straßenbeleuchtung in der Umgebung des Tatortes ausfiel.

Kriminalrat Olaf Richter: „Insgesamt sprechen die Umstände für eine zielgerichtete und vorbereitete Tat.“

Heute Vormittag untersuchten die Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen nochmals den Tatort. Die Tatortarbeit wird aktuell fortgesetzt.

Eine abschließende Bestandsaufnahme der tatsächlich gestohlenen Schmuckstücke war aufgrund der polizeilichen Tatortarbeit bislang nicht möglich. Diese wird erst nach deren Abschluss von den Verantwortlichen des Historischen Grünen Gewölbes durchgeführt.

In Anlehnung an den gestrigen Tatzeitraum waren heute früh Beamte der Bereitschaftspolizei im Bereich des Tatortes unterwegs und befragten Passanten. In diesem Zusammenhang sprachen Kriminalisten auch bereits mit Gästen eines Hotels in unmittelbarer Tatortnähe. Entscheidende Hinweise ergaben sich aus den Gesprächen bislang nicht.

Aufgrund des gestrigen Zeugenaufrufes sind bei der Dresdner Polizei bislang 91 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese werden nun geprüft. Gleichzeitig hat die Soko „Epaulette“ einen Link auf das Hinweisportal der Polizei aktiviert. Dort können insbesondere auch Bild- und Videohinweise zur Straftat an die Polizei weitergegeben werden. Das Portal ist unter dem Link https://sn.hinweisportal.de zu erreichen.


Dahingehend wendet sich die Polizei nochmals an die Bevölkerung und fragt:

Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? (ml)



 
Stand: 25.11.2019, 17:14 Uhr

  • Schmuckstücke gestohlen
  • Täter auf der Flucht
  • Polizei richtet Sonderkommission ein



Heute Morgen sind Unbekannte in das Historische Grüne Gewölbe an der Straße Taschenberg eingebrochen und haben aus einer Vitrine hochwertige Schmuckstücke gestohlen.

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes alarmierten die Dresdner Polizei am frühen Morgen über den Einbruch. Diese leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, an denen unter anderem 16 Funkstreifenwagen beteiligt waren. Gleichzeitig wurden die Bundespolizei sowie angrenzende Polizeidienststellen in die Maßnahmen mit einbezogen. Die Täter konnten bislang nicht ergriffen werden. Die Fahndung dauert an.

Nach einer Untersuchung der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Täter zunächst ein Fenstergitter des Gebäudes in Richtung Sophienstraße zerstört. Danach zerstörten sie das dahinterliegende Glaselement und drangen in die Räume ein. Im Anschluss zerstörten sie mit einer Axt eine Vitrine, die im sogenannten Juwelenzimmer stand. In der Folge stahlen sie aus dieser mehrere mit Edelsteinen besetzte Schmuckstücke. In Gänze dauerte die Tat nur wenige Minuten.

Hinweisen zufolge sind die Einbrecher mit einem Audi A6 vom Tatort geflüchtet. Ein baugleiches Fahrzeug wurde später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand gesetzt. Der Audi wurde von Kriminalisten untersucht und sichergestellt.

Gleichzeitig gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand eines Verteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke im Zusammenhang mit dem Einbruch steht. Durch das Feuer fiel in der Umgebung des Tatortes die Straßenbeleuchtung aus.

Vor dem Hintergrund der Geschehnisse hat die Polizeidirektion Dresden eine Sonderkommission ins Leben gerufen. In der Kommission, die den Namen „Epaulette“ trägt, arbeiten aktuell 20 Kriminalisten an der Klärung des Falls.

Im Verlauf des Vormittages werteten Kriminalisten die Aufzeichnungen der Überwachungskameras des Historischen Grünen Gewölbes aus. Auf diesen sind zwei Einbrecher zu sehen. Die Kriminalpolizei geht jedoch davon aus, dass weitere Täter beteiligt waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen sind verschiedene Schmuckstücke, unter anderem auch eine Epaulette, gestohlen worden.

Ein erstes Tatortvideo und Bilder gestohlener Gegenstände sehen Sie hier.



Die Polizei fragt:

  • Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht?
  • Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen?
  • Wer kann Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Gegenstände geben?

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (ml)


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Letzte Änderung am Dienstag, 03 Dezember 2019 12:32
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